Satzzeichen - Satzstrukturzeichen und Satzschlusszeichen

Satzzeichen – Satzstrukturzeichen und Satzschlusszeichen 

Satzstrukturzeichen sind Zeichen, die einen Text ordnen, sortieren und die Informationen innerhalb eines Textes gewichten. 

Die Pausen: Komma, Semikolon und Gedankenstriche

Das Komma (,) – Die „kleine Pause“

Das Komma ist wie eine „kleine Pause“, damit man nicht außer Puste kommt. Es hat zwei wichtige Aufgaben:

  • Listen sortieren: Es trennt Dinge, die aufgezählt werden. Beispiel: „Ich kaufe Äpfel, Birnen und Bananen.“
  • Satzteile trennen: Es hilft dabei, zwei Sätze ordentlich miteinander zu verbinden. Beispiel: „Ich gehe spazieren, weil die Sonne scheint.“

Ein kleiner Tipp für dich: Lies einen Satz laut vor. Immer wenn du ganz kurz Luft holst, aber der Satz noch nicht zu Ende ist, gehört dort oft ein Komma hin!

Das Semikolon (;) – Die „große Pause“

Das Semikolon ist etwas stärker als ein Komma, aber nicht so stark wie ein Punkt. Es ist wie ein kurzes Innehalten bei Gedanken, die eng zusammengehören. Im Alltag wird es eher selten benutzt. Man nimmt es, wenn:

  • Sätze eng verbunden sind: Wenn zwei Sätze so gut zusammenpassen, dass ein Punkt zu streng wäre. Beispiel: „Wir wollten ans Meer fahren; leider ist unser Auto kaputt gegangen.“
  • Unübersichtliche Listen: Wenn du eine Liste machst, die schon viele Kommas hat, hilft das Semikolon, Ordnung zu halten. Beispiel: In der Tasche waren ein Apfel, der schon etwas braun war; ein altes, zerfleddertes Notizbuch; zwei blaue Kugelschreiber und ein Schlüsselbund.

Wichtig beim Semikolon: Nach einem Semikolon schreibst du klein weiter, außer das nächste Wort ist ein Name oder ein Nomen (wie „Hund“ oder „Haus“).

Der Gedankenstrich (–) – Die „Denk-Pause“

Der Gedankenstrich macht eine längere Pause als das Komma. Er ist perfekt für:

  • Überraschungen: Wenn du den Leser auf etwas Unerwartetes vorbereiten willst (Beispiel: „Ich öffnete die Tür und sah – absolut nichts.“).
  • Zusatz-Infos: Wenn du mitten im Satz plötzlich noch etwas Wichtiges erklären willst. Beispiel: Das Ergebnis der Wahl – und damit hatte wirklich niemand gerechnet – war eindeutig.
  • Sprecher-Wechsel: In Gesprächen kann er anzeigen, dass jetzt jemand anderes antwortet. Beispiel: – Wie geht es dir? – Den Umständen entsprechend.

Die Presenter: der Doppelpunkt und die Anführungsstriche

Der Doppelpunkt (:) – Der „Vorhang“

Der Doppelpunkt ist wie ein „Vorhang“, der aufgeht. Er sagt: „Pass auf, jetzt kommt gleich etwas Wichtiges!“

  • Aufzählungen: Er kündigt an, dass jetzt eine Liste folgt. Beispiel: „Für den Kuchen brauchen wir: Mehl, Zucker und Eier.“
  • Erklärungen: Er leitet eine nähere Erläuterung oder eine Folge ein. Beispiel: Das Experiment war ein voller Erfolg: Alle Proben blieben stabil. Direkte Rede: Er zeigt an, dass jemand jetzt wortwörtlich etwas sagt. Beispiel: Die Lehrerin sagte: „Bitte schlagt eure Bücher auf.“

Schreib-Tipp: Folgt ein ganzer Satz, schreibst du groß weiter. Bei nur einem Wort oder einer Liste schreibst du klein weiter.

Die Anführungszeichen („…“) – Das „Tablett“

Stell dir vor, alles, was eine Person laut sagt, wird auf ein Tablett gelegt oder darin „eingesperrt“.

  • Wörtliche Rede: Um genau zu zeigen, was jemand ruft oder sagt. Beispiel: Er rief: „Warte auf mich!“
  • Zitate: Wenn man Textstellen von anderen übernimmt. Beispiel: In Goethes Faust heißt es: „Da steh’ ich nun, ich armer Tor!“
  • Hervorhebungen: Man kann sie auch benutzen, um Wörter besonders zu betonen oder ironisch zu meinen.

Die Enden: Punkt, Fragezeichen und Ausrufezeichen

Diese Zeichen stehen immer ganz am Ende eines Satzes. Sie sagen dir: „Stopp, hier ist der Gedanke fertig!“

Punkt (.): Der „Normalo“

Er steht am Ende von normalen Sätzen, in denen du etwas erzählst. (Inhaltlich bedeutet das: Der Gedanke endet hier vollständig.)

Fragezeichen (?): Die „Neugierige“

Es steht immer da, wenn du etwas wissen willst. Beim Lesen geht deine Stimme am Ende nach oben. (Inhaltlich kennzeichnet das eine direkte Frage und verlangt nach einer Antwort.)

Ausrufezeichen (!): Die „Laute“

Benutze es, wenn du etwas befiehlst („Halt an!“), jemanden warnst oder wenn du dich über etwas sehr freust oder wunderst. (Inhaltlich verleiht das Ausrufezeichen Befehlen, Appellen oder Ausrufen besonderen Nachdruck.)

Satzzeichen - Satzstrukturzeichen und Satzschlusszeichen - Das-Ausrufezeichen---die-Laute

Übung:  Satzzeichen – Satzstrukturzeichen und Satzschlusszeichen

Abenteuer im Zoo

Wähle das richtige Satzzeichen oder Satzschlusszeichen aus

Heute besuchen wir den Zoo. Wir wollen viele





Plötzlich bleibt meine kleine Schwester stehen und





An der Glasscheibe klebt ein wie ein frisches Blatt Papier.





Wir beobachten ihn dann hüpft er mit einem Satz ins Wasser.

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Lösung zur Übung

Satzzeichen – Satzstrukturzeichen und Satzschlusszeichen

Abenteuer im Zoo 

Heute besuchen wir den Zoo. Wir wollen viele Tiere sehen: Affen, Zebras, Löwen und Pinguine. Plötzlich bleibt meine kleine Schwester stehen und ruft: Schaut mal dort drüben!

An der Glasscheibe klebt ein kleiner Frosch er ist so grün wie ein frisches Blatt Papier.

Wir beobachten ihn eine ganze Weile; dann hüpft er mit einem Satz ins Wasser.

Im Rucksack haben wir alles für ein Picknick dabei: Äpfel, Saft und Käsebrote. Wir setzen uns auf eine Bank und genießen die Sonne bis es plötzlich laut brüllt: der Löwe hat Hunger!

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