Beispiel einer Argumentation in Sozialwissenschaften


Argumentation Sozialwissenschaften

Beispiel einer Argumentation
Beispiel einer Argumentation: Bild: pixabay.com – amyallworth

Einleitung: Thema

Heute sprechen wir über die Idee, die Wahl der Abgeordneten im Bundestag durch das Los zu entscheiden.

Hauptteil: Argumente

Auf der einen Seite ist diese Idee nicht besonders gut, denn die Menschen, die ausgewählt werden, sind nicht auf ihre neue Arbeit vorbereitet und eventuell dementsprechend ungeschult, also für den Beruf unqualifiziert.

Außerdem ist es schwierig, nach einem Jahr Abwesenheit eine neue Stelle im alten Beruf zu finden, sodass die Personen, die eine Weile im Bundestag gearbeitet haben später Schwierigkeiten haben könnten. Wenn beispielsweise eine Kassiererin ausgelost wird und nach Ablauf dieses einen Jahres wird sie im schlimmsten Fall Arbeitslosengeld beantragen müssen, weil sie nicht sofort eine neue Stelle findet. Durch diese fehlende Vorbereitung und Ausbildung könnten die Entscheidungen der Politiker möglichweise nur schlecht oder gar nicht durchzusetzen sein.

Ein weiterer Punkt ist die Motivation der Ausgewählten. „Normale“ Politiker suchen sich dieses Amt aus um etwas zu verbessern, durch das Los ausgewählte Menschen haben vielleicht einfach keine Ideen, wie man etwas in der Gesellschaft verändern könnte.

Ergänzend könnte man sagen, dass es aufgrund der großen Unterschiede zwischen den Ausgelosten äußerst schwierig sein wird, die Meinungen aller dieser Menschen zu einen, wenn es keinerlei Voraussetzungen gibt, ausgelost zu werden. 

Zusätzlich wäre es möglich, dass einige Ausgeloste nur ihre eigene Meinung vertreten würden.

Nicht zu vergessen bleibt die Demokratie bei diesem Verfahren völlig auf der Strecke, da Abgeordnete per Zufall ausgewählt werden und die Bevölkerung somit keinerlei Mitspracherecht hat. Die Auswahl wäre also unkontrollierbar und unübersichtlich.

Außerdem wären die Prozesse, in denen Entscheidungen getroffen werden, durch die verschiedenen Meinungen der Beteiligten viel langwieriger als normalerweise.

Ein weiterer Punkt ist die Reaktion der übrigen Bürger. Ich persönlich glaube nicht, dass die Abgeordneten ernst genommen werden würden, da sie ja vollkommen unbekannt wären.

Ergänzend könnte man den Wahlkampf erwähnen: Vermutlich würden sich die Menschen in ihrem einjährigen Beruf nicht besonders anstrengen, da es keinen Wettbewerb gibt.

Zusätzlich dazu könnten auch die verschiedenen sozialen Milieus, aus denen die Ausgelosten stammen, zu Problemen führen und durch den stetigen Wechsel bleibt kein Gesetz lange standfest.

Schluss: Fazit

Alles in allem lässt sich sagen, dass diese Idee eher kontraproduktiv für die Demokratie wäre.     

Lea, 10. Klasse / EF, Gymnasium

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